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Ehrenamtspreis der Stadt Höxter
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Höxteraner Mittagstisch erhält Ehrenamtspreis der Stadt Höxter
,,Es kommt immer öfter vor, dass wir Essen nachkochen lassen müssen, weil mehr Menschen gekommen sind, als wir kalkuliert haben“, sagt Beate Schubert (52), Leiterin des Höxteraner Mittagstisches. Unter dem Dach der Evangelischen Kirchengemeinde Höxter versorgen seit fünf Jahren 14 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zweimal in der Woche bedürftige Menschen mit einer warmen Mahlzeit. „Anfangs gab es bei den Betroffenen eine Hemmschwelle, das Angebot wahrzunehmen. Das hat sich aber gelegt. Inzwischen haben wir jedes Mal 15 bis 20 Gäste", erläutert Mittagstischleiterin Schubert.
Weil der Mittagstisch in Höxter zu einer festen Hilfsinstitution geworden ist, hat die Initiative der evangelischen Kirchengemeinde jetzt den Ehrenamtspreis der Stadt Höxter erhalten. „Hier wird ein enormer Einsatz für Menschen geleistet, die dringend auf diese Hilfe angewiesen sind. Leider muss festgestellt werden, dass sich die Zahl der Hilfsbedürftigen in unserer Stadt in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat“, so Bürgermeister Alexander Fischer in seiner Laudatio.
Der Höxteraner Mittagstisch hat einen eigenen Raum im Gemeindezentrum und ist zweimal in der Woche, montags und donnerstags von 12 bis 13.30 Uhr, geöffnet. Das schmackhafte Essen wird von der Küche des Höxteraner St.-Petri-Stifts zubereitet. Die ehrenamtlichen Kräfte kümmern sich um das Tischdecken, die Ausgabe des Essens, die Betreuung der Gäste und um Abräumen und Spülen. Finanziert wird der Mittagstisch vollständig durch Spenden. „Und da zählt für uns jeder Euro“, betont Beate Schubert. Sie prognostiziert einen drastischen Anstieg bedürftiger Bevölkerungsgruppen, die mehr denn je auf Spenden angewiesen sein werden.
„Es macht mir Spaß, mich zu engagieren und ich freue mich, dass wir den Menschen etwas Gutes tun können“, sagt die Mittagstisch-Helferin Edith Domann (70). „Die Anerkennung macht uns stolz und sie ist uns ein Ansporn, weiter zu machen“, ergänzt der Ehrenamtliche Reiner Paulik (64). Paulik und Edith Domann unterstützen wie Beate Schubert vom ersten Tag an das Mittagstisch-Projekt mit großem Einsatz. „Ohne dieses großartige Wirken wäre unsere Stadt ärmer. Und mit der Verleihung des Ehrenamtspreises möchte ich auch dazu aufrufen, diese Organisation noch stärker als in der Vergangenheit zu unterstützen“, rief Bürgermeister Fischer zum vereinten Engagement auf. Der Höxteraner Mittagstisch teilt sich den mit 500 Euro dotierten Preis mit der katholischen Einrichtung Höxter-Tisch, die nach dem System der Tafeln, Lebensmittel sammelt und an Bedürftige verteilt.
VON BURKHARD BATTRAN
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Laudatio von Bürgermeister Alexander Fischer
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Die Preisträger 2010 sind Doris Dohmann, Martin Speith, der Höxter Tisch und der Höxteraner Mittagstisch
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
seit mittlerweile 10 Jahren vergibt die Stadt Höxter ihren Ehrenamtspreis. Traditionell geschieht dieses in der letzten Ratssitzung eines Jahres und so soll es auch heute wieder sein. Der Ältestenrat hat aus den eingereichten Vorschlägen insgesamt vier Personen bzw. Gruppen ausgewählt, die in diesem Jahr für ihre verdienstvolle Tätigkeit den Ehrenamtspreis der Stadt Höxter erhalten werden. Es handelt sich dabei um Menschen, die sich seit vielen Jahren im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich um ihre Mitmenschen verdient gemacht haben und mit ihrem großen ehrenamtlichen Engagement Vorbild für andere geworden sind.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
dabei stellt sich die Frage, was heißt denn eigentlich ehrenamtliches Engagement? Der wichtigste Wortteil hierbei ist die Ehre. Sie, liebe Ehrenamtliche, die wir heute ehren, sowie die vielen Hunderte und Tausende, die sich über das ganze Jahr ehrenamtlich engagieren, setzen sich mit Leib und Seele ein. Tatkräftig und liebevoll helfen Sie in unterschiedlichsten Bereichen, an den unterschiedlichsten Orten, den unterschiedlichsten Menschen. Während andere es sich bequem machen, zeigen Sie Einsatz, zeigen Sie Engagement.
Und dabei geben Sie den Menschen in Höxter Hilfe und Hoffnung. Sie sind der Lichtblick im oft schweren Alltag, Sie geben Zuversicht, Sie trösten und helfen. Oftmals geben Sie vielen Menschen neuen Lebensmut, geben Kraft, Leid durchzustehen, geben aber auch Hilfe zur Selbsthilfe.
"Wer wie ich oft mit Menschen spricht, die sich ehrenamtlich engagieren oder Freiwilligenarbeit leisten, der kann immer wieder hören: „Ich mache doch gar nichts Besonderes" oder „ich tue doch nichts Großartiges" oder „das ist doch selbstverständlich". Und er wird merken, dass die ehrenamtlich Tätigen es nicht für so wichtig halten, über ihr Tun zu reden - sie handeln lieber. Und für dieses Handeln sagen wir heute namens der Stadt Höxter einfach: DANKE. Und wir reden auch darüber. Wir rücken Sie, liebe Ehrenamtler, wir rücken damit bürgerschaftliches Engagement heute generell in den Mittelpunkt. Wir wissen, wie ungemütlich unsere Gesellschaft ohne das Ehrenamt aussähe. Denn nahezu jeder Bereich ist von freiwilligem Tun geprägt.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
und so ehren wir heute Menschen, die mit großem Einsatz Hoffnung in Höxter gegeben haben und unser aller Respekt dafür verdienen.
Diese Auszeichnung, der Ehrenamtspreis der Stadt Höxter, soll das ehrenamtliche Engagement anerkennen, gleichzeitig aber auch das Ehrenamt fördern und symbolhaft stehen für die vielen unzähligen Stunden, die Mitbürgerinnen und Mitbürger für andere aufgewendet haben.
Die Ehrung ist verbunden mit der Vergabe des Förderbetrages in Höhe von jeweils 500,00 Euro für die Preisträger, wohl wissend, dass dieses nur ein Anerkennungsbetrag sein kann, den die Stadt Höxter aber gerne leistet. Ich darf nun zu den einzelnen Ehrenamtspreisträgern kommen.
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Meine sehr verehrten Damen und Herren,
es ist mir nun eine besondere Ehre und Freude zugleich, dem Höxter Tisch vertreten durch Herrn Roland Ogorzelski und Frau Hala Gorgez sowie den Höxteraner Mittagstisch vertreten durch Frau Beate Schubert, Frau Monika Lange und Herrn Reiner Paulik den Ehrenamtspreis der Stadt Höxter des Jahres 2010 für Ihr unermüdliches Engagement zu überreichen. Herzlichen Glückwunsch!
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
wir haben auch in diesem Jahr bei der Vergabe unseres Ehrenamtspreises wieder hervorragende Beispiele bürgerschaftlichen Engagements kennengelernt. Ich bin mir sicher, dass die diesjährigen Preisträger sich nahtlos in die Reihe ihrer Vorgängerinnen und Vorgänger einreihen und als Vorbilder auch zukünftig auf dem eingeschlagenen Wege weiter gehen werden. Ich hoffe, dass sie viele Nachahmer finden und dass unsere Stadt auch zukünftig vor allen Dingen von diesem ehrenamtlichen Engagement mitgetragen wird. In diesem Sinne allen Preisträgern nochmals herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft!
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