Küster Schubert's Page

Was heißt "Kirchenpädagogik"?

Vielen Menschen sind Kirchen fremd geworden. Sie sehen sie allenfalls als städtebauliches Charakteristikum einer Stadt wie z.B. Höxter oder als Erkennungszeichen eines Dorfes, das eben einfach dazu gehört.

Aber: Eine Kirche ist mehr als nur ein Bauwerk, sie ist in den meisten Fällen so etwas wie "in Stein gehauene Theologie", d.h., nichts ist zufällig so gebaut und eingerichtet worden wie es auf den ersten Blick erscheint.
(Wußten Sie z.B., dass eine Kirche meistens nach Osten ausgerichtet ist?)

Die sogenannte Kirchenpädagogik möchte einen Zugang zu diesen verschlüsselten, fremden Kirchen-Räumen geben. Kirchenpädagogik ist keine klassische Kirchenführung. Kirchenpädagogik bedient sich all unserer Sinne, um eine Erfahrung mit der betreffenden Kirche zu ermöglichen. Erfahrungen setzten sich viel tiefer im Gedächtnis fest als die bloße Aufzählung architektonisch-kunstgeschichtlicher Daten. Erfahrungen sind Vorraussetzung für tief-sinniges Lernen. Aber: Kirchenpädagogik will auch das Verstehen einer Kirche fördern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer kirchenpädagogischen Führung sollen diesen Raum mit Hilfe ganzheitlicher Methoden begreifen. Dabei lernen auch sogenannte "Kirchenferne", was z.B. ein Altar ist und warum er der Ausgang des Kirchenbaus gewesen ist. All die vielfältigen Spuren der christlichen Religion lassen sich anhand eines aufmerksamen Kirchenbesuches aufstöbern und kennen lernen. Eingeladen sind Menschen aller Altersstufen und Kulturen, unabhängig davon, ob sie sich selbst als religiös verstehen oder nicht.

Sind Sie neugierig geworden?